Zum Inhalt springen
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Lexika
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de-Newsletter
Spannende Fakten und Wissenstests direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Shop

Info

  • AGB
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Datenschutzeinstellungen

Kontakt zur Redaktion

wissen.deErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

E-Mail: wissenschaft@konradin.de
Folgen Sie uns
Konradin Mediengruppewissenschaft.denatur.de
© 2026 wissen.de
Startseite/Natur & Umwelt/Artikel
Wald ist nicht gleich Wald
Bildquelle nicht angegeben
Natur & Umwelt

Wald ist nicht gleich Wald

Einst war fast ganz Mitteleuropa von ausgedehnten Urwäldern bedeckt. Wie ein dunkelgrüner Teppich bedeckten sie die gesamte Region. Vor allem Rotbuchen und Eichen prägten diese Lebensräume, nur auf den Höhen der Mittelgebirge und der Alpen herrschten Nadelbäume vor, die dem rauen Klima besser trotzen konnten.…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Natur & Umwelt
Artikelbild

Einst war fast ganz Mitteleuropa von ausgedehnten Urwäldern bedeckt. Wie ein dunkelgrüner Teppich bedeckten sie die gesamte Region. Vor allem Rotbuchen und Eichen prägten diese Lebensräume, nur auf den Höhen der Mittelgebirge und der Alpen herrschten Nadelbäume vor, die dem rauen Klima besser trotzen konnten. Entlang der Flüsse und in feuchten Senken wuchsen vor allem Weiden, Erlen, Pappeln und Ulmen.

Vom Urwald zum Wirtschaftswald

Auch heute ist Deutschland noch immer eines der waldreichsten Länder Europas. Immerhin knapp ein Drittel seiner Fläche ist von Wäldern bedeckt. Insgesamt wachsen hier rund 90 Milliarden Bäume. Echte Urwälder gibt es bei uns allerdings nicht mehr, letzte wildwüchsige Reste gibt es noch im Bayrischen Wald, im Thüringer Wald, aber auch in Nordhessen und im UNESCO-Weltkulturerbe Buchenwald Grumsin in Brandenburg.

Die meisten anderen Wälder wurden dagegen schon seit der Jungsteinzeit durch die Nutzung des Menschen verändert. Um beispielsweise  in Notzeiten, insbesondere nach großen Kriegen, möglichst rasch wieder viel Wald und damit Holznachschub zum Bauen und Heizen zu bekommen, pflanzten unsere Vorfahren auch in den Niederungen schnellwachsende Nadelbäume wie Fichten und Kiefern an. Dadurch ist der Anteil des Nadelwalds gestiegen, heute macht er mehr als die Hälfte des deutschen Waldbestands aus. Eichen und Buchen, einst die dominanten Baumarten bei uns, haben dagegen abgenommen.

Artikelbild

Zu viel Gleiches ist nicht gut

Bei den bewirtschafteten Wäldern gibt es aber entscheidende Unterschiede. So wurden früher oft ganze Monokulturen mit nur einer Baumart angelegt. Doch solche Flächen, auf denen nur Bäume einer Art und eines Alters wachsen, sind nicht gerade natürlich.

In diesen Baum-Monokulturen fehlt die typische, reich gegliederte Mischung aus alten und jungen Bäumen, aus hohen und niedrigeren Arten. Deshalb bieten sie nur wenigen Tieren und Pflanzen einen geeigneten Lebensraum. Hinzu kommt, dass solche Forste sehr anfällig sind: Weil die Bäume eng stehen und oft schon nach weniger als 20 Jahren wieder abgeholzt werden, sind ihre Stämme dünn und werden bei Stürmen leicht geknickt. Auch Schädlinge können hier besonders großen Schaden anrichten, denn ihre jeweilige Lieblingsspeise kommt hier direkt geballt vor.

Es geht auch naturnah

Anders ist dies bei einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Hier wird darauf geachtet, dass die natürliche Altersstruktur des Waldes erhalten bleibt. Stirbt ein alter Baum oder wird ein einzelner Baum herausgenommen, um dessen Holz zu verwerten, dann sorgt die natürliche Verjüngung des Waldes automatisch für Nachwuchs. In der entstandenen Lichtung wachsen die von den Nachbarbäumen ausgesäten Schösslinge heran und schließen so im Laufe der Zeit die Lücke wieder.

Ebenfalls wichtig ist ein ausgewogenes Verhältnis der verschiedenen Baumarten. Die meisten Wälder in Deutschland sind heute wieder naturnahe Mischwälder, in denen neben Eiche, Rotbuche und anderen Laubbäumen auch Nadelbäume wachsen. Weil diese meist schneller wachsen und ihr Holz für viele Produkte gebraucht wird, sorgen sie dafür, dass im naturnahen Wirtschaftswald zwar der Faktor "Wirtschaft" nicht zu kurz kommt, sich hier dennoch ein vielseitiger und wertvoller Lebensraum ausbilden kann.

Weitere Artikel auf wissenschaft.de

Footer Menu Main

Footer Menu Legal

Mehr aus Natur & Umwelt

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Natur & Umwelt.

Alle Natur & Umwelt-Artikel
NIH installiert Solar-Parkdach – Projekt zwischen Verwaltungswechsel und Klimapolitik
Natur & Umwelt

NIH installiert Solar-Parkdach – Projekt zwischen Verwaltungswechsel und Klimapolitik

15. Oktober 2026

Die US-Gesundheitsbehörde NIH hat Solarmodule über einem Hauptparkhaus installiert. Das vor der Trump-Amtszeit gestartete Projekt wirft Fragen über die Zukunft grüner Bundesinfrastruktur auf.

Sesame Street zeigt Löwen-Safari in Kenia: Edutainment für Naturschutz
Natur & Umwelt

Sesame Street zeigt Löwen-Safari in Kenia: Edutainment für Naturschutz

15. Oktober 2026

Elmo und Abby Cadabby lernen auf einer Safari-Fahrt durch Kenia, wie Löwinnen ihre Rudel führen. Das Format verbindet Kinderunterhaltung mit Wildlife-Bildung.

Schweizer Gletscher als Maßstab: Antarktis verliert 83-mal mehr Eis pro Jahr
Natur & Umwelt

Schweizer Gletscher als Maßstab: Antarktis verliert 83-mal mehr Eis pro Jahr

2. Oktober 2026

Schweizer Gletscher verlieren jährlich 2 Kubikkilometer Eis. Diese sichtbare Veränderung macht das Ausmaß der polaren Eisverluste greifbar: Die Antarktis verliert seit 2000 durchschnittlich 150 Gigatonnen pro Jahr.

Klimabewegung kämpft mit "Climate Hushing" – Selbstzensur bremst Fortschritt
Natur & Umwelt

Klimabewegung kämpft mit "Climate Hushing" – Selbstzensur bremst Fortschritt

29. September 2026

Klimawissenschaftlerin Katharine Hayhoe und Musiker Adam Met warnen vor interner Kritik innerhalb der Klimabewegung. Das Phänomen "Climate Hushing" führt dazu, dass Akteure ihre Botschaften aus Angst vor Anfeindungen…

← Zurück zu Natur & UmweltZur Startseite