Waldbrand
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Waldbrand

Bild: Foto: Bärbel Miemietz, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

→ Feuer ist für den Menschen eine gefürchtete → Naturgewalt. Andererseits könnte unsere Zivilisation ohne Feuer nicht existieren.

→ Feuer ist für den Menschen eine gefürchtete → Naturgewalt. Andererseits könnte unsere Zivilisation ohne Feuer nicht existieren.

Waldbrände in Mitteleuropa:

Eine Hauptgefahr für unsere Wälder in Mitteleuropa sind Waldbrände. Nur selten sind natürliche Phänomene wie z. B. Blitzeinschläge die Ursache. Die meisten Waldbrände entstehen durch den unvorsichtigen Umgang mit offenem Feuer oder durch achtlos weggeworfene Zigarettenkippen. Jeder Brand beeinträchtigt den Wald in seiner Funktion als Lebensraum für Tiere, als Klimaregler, als Erholungsstätte und als Holzlieferant.

In Deutschland sind vor allem Gebiete mit hohem Anteil an Kiefernwäldern gefährdet. In Niedersachsen verbrannten 1975 nach langer Trockenheit riesige Waldflächen. Der Schaden belief sich auf rund 15 Millionen DM. Auch in Brandenburg ist die Waldbrandgefahr durch hohe Anteile an Kiefernwäldern sehr groß. Weite Teile der Wälder Brandenburgs wurden daher in die höchsten Waldbrandgefahrenklassen eingestuft.

Auf der Grundlage exakter Messwerte der Niederschlagsmenge, der Luftfeuchte und der Windgeschwindigkeit sowie des Vegetationszustandes werden in Brandenburg ab dem 15. Februar eines jeden Jahres täglich Waldbrandstufen festgelegt und bekannt gegeben. Die Gefahr durch Waldbrände wird in vier Stufen eingeteilt: I = Waldbrandgefahr, II = erhöhte Waldbrandgefahr, III = hohe Waldbrandgefahr und IV = höchste Waldbrandgefahr.

Entsprechend der jeweiligen Waldbrandgefahr werden viele vorbeugende Maßnahmen eingeleitet. Hierzu gehören: die Überwachung der Wälder von Feuerwachtürmen oder von Flugzeugen aus, die Intensivierung von Streifentätigkeiten und die erhöhte Einsatzbereitschaft der Forstleute und der Feuerwehr. Denn nur das schnelle Erkennen von kleinen Bränden und rasches Handeln kann größere Katastrophen schon im Anfangsstadium stoppen.

Der Schwarzwald hingegen hätte nicht sein heutiges Landschaftsbild, wäre er nicht über Jahrhunderte hinweg durch Brandwirtschaft geprägt worden. Um fruchtbares Ackerland und Weiden zu schaffen, wurden von den Schwarzwaldbauern kontrollierte Feuer gelegt. Das “Rüttibrennen“ war eine ähnliche Methode wie sie in den Tropen beim Wanderfeldbau betrieben wird. In Zukunft will man mit den kontrollierten Flammen das Landschaftsbild des Schwarzwaldes erhalten.

Waldbrände und Buschfeuer in Übersee:

In vielen Teilen der Welt mit trockenem Klima sind Waldbrände und → Buschfeuer nichts Ungewöhnliches - in Australien sind Waldbrände sogar notwendig. Denn die Samen einiger Pflanzen müssen erst regelrecht im Feuer geröstet werden, damit neues Leben aus ihnen sprießt. Eukalyptusbäume werden durch ihre Rinde vor dem Feuer geschützt, solange die Flammen ihre Krone nicht erreichen. Gefährlich werden Feuer hingegen für eingeführte, nicht angepasste Bäume und wenn sie Siedlungen erreichen. In den trockenen Bergen Kaliforniens sind Waldbrände auch nichts Ungewöhnliches. Von Mai bis September regnet es dort nicht. Täglich brennt die Sonne vom wolkenlosen Himmel und die Vegetation dörrt aus. Im September bringen feuchte Luftmassen schwere → Gewitter. Dann genügt ein Blitz und der ausgetrocknete Wald fängt Feuer. Nicht immer bringen die Gewitter ausreichenden Regen, um die entstandenen Brände zu löschen. Große Areale gehen in Flammen auf.

Gezielte Waldbrände:

In den Nachrichten erreichen uns immer wieder Meldungen über ausgedehnte Waldbrände im mediterranen Raum. Dort brennen in den Sommermonaten alljährlich Tausende Hektar Wald. Er brennt häufig im Interesse von Grundbesitzern, die auf diese Weise schnell Bauland gewinnen wollen. Die Wälder stören Bodenspekulanten und Brandstifter stecken sie an. Im Jahr 1997 erreichten uns erschreckende Bilder von katastrophalen Waldbränden in Südostasien. Auf Neuguinea wurde sowohl in Papua-Neuguinea als auch im indonesischen Westteil Irian Jaya der Notstand ausgerufen. Im übrigen Indonesien wüteten auf Sumatra und Kalimantan verheerende Brände. Auch Malaysia war betroffen. Eine Smogwolke bedeckte weite Teile Indonesiens, Malaysias, Thailands und Singapurs. Tausende von Menschen mussten mit akuten Atembeschwerden in den Krankenhäusern behandelt werden. Bei Kleinkindern wird mit Langzeitschäden gerechnet. Für die Natur des südostasiatischen Raumes war das Feuer eine Katastrophe. Oft handelt es sich bei diesen Bränden um gelegte Feuer der Holzindustrie, die auf diese Weise den gerodeten Wald für gewinnbringende Plantagen vorbereitet. Angesichts des Desasters von 1997 drohte die indonesische Regierung erstmals mit Sanktionen gegen die Konzerne.

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