Wann wird der Mond ganz dunkel?
Natur & Umwelt

Wann wird der Mond ganz dunkel?

Bild: Foto: Dietmar Rabich, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Der Mond wandert im Laufe einer Nacht über den Sternenhimmel, er hat - genau wie die Sonne - jede Nacht einen Auf- und einen Untergang. Das liegt daran, dass sich die Erde dreht. Aber auch der Mond selbst steht nicht still: Er kreist um die Erde. Für eine runde um unseren blauen Planeten braucht der Mond fast 30 Tage. Während dieser Zeit sieht man ihn in verschiedenen Phasen. Manchmal erkennt man ihn als hellen, runden Kreis, es gibt aber auch Tage, an denen zeigt er sich nur als schmale Mondsichel. Hin und wieder wird er sogar für kurze Zeit so dunkel, dass er komplett zu verschwinden scheint. Wie kommt das?

Der Mond

Der Mond wandert im Laufe einer Nacht über den Sternenhimmel, er hat - genau wie die Sonne - jede Nacht einen Auf- und einen Untergang. Das liegt daran, dass sich die Erde dreht. Aber auch der Mond selbst steht nicht still: Er kreist um die Erde. Für eine runde um unseren blauen Planeten braucht der Mond fast 30 Tage. Während dieser Zeit sieht man ihn in verschiedenen Phasen. Manchmal erkennt man ihn als hellen, runden Kreis, es gibt aber auch Tage, an denen zeigt er sich nur als schmale Mondsichel. Hin und wieder wird er sogar für kurze Zeit so dunkel, dass er komplett zu verschwinden scheint. Wie kommt das?

Sein wechselndes Aussehen verdankt der Mond der Sonne, die ihn auf seiner Runde um die Erde unterschiedlich beleuchtet.

Läuft er zwischen uns und der Sonne hindurch, ist der Erde seine Nachtseite zugekehrt: Der Mond wirkt dunkel und wir haben Neumond. Danach sehen wir eine schmale, zunehmende Sichel, die immer mehr anwächst. 7 ½ Tage nach Neumond ist zunehmender Halbmond oder Erstes Viertel. Etwa am 15. Tag steht der Mond von uns aus gesehen der Sonne gegenüber: Wir haben einen großen, runden, leuchtend hellen Vollmond. Dann nimmt der Mond wieder ab. 22 ½ Tage nach Neumond ist abnehmender Halbmond. Der Mond erreicht das letzte Viertel seiner Bahn. Wir sehen eine abnehmende Sichel. 29 ½ Tage nach Beginn des Zyklus ist wieder Neumond, die Runde um die Erde ist komplett und das Lichterspiel beginnt von vorne.

Manchmal kommt es vor, dass der Mond sein Aussehen in nur einer Nacht komplett verändert. Er wird dann innerhalb kurzer Zeit teilweise oder ganz dunkel - und wenig später wieder heller. Wer das kosmische Phänomen beobachten kann, wird Zeuge einer Mondfinsternis.

Mondfinsternis

Bei Neumond entsteht die Dunkelheit dadurch, dass wir auf die Seite des Mondes gucken, die der Sonne abgewandt ist. Bei einer Mondfinsternis geschieht etwas anderes: Wir können den Schatten beobachten, den die Erde auf dem Mond hinterlässt, wenn sie sich zwischen den Mond und die Sonne schiebt.

Stehen Sonne, Erde und Mond genau auf einer geraden Linie hintereinander, dann befindet sich der Mond im so genannten Erdschatten. Unser Nachbar im Weltall kann ganz in diesen Schatten eintauchen, der trotz der großen Entfernung noch etwa das Dreifache des Monddurchmessers beträgt. Wenn der Mond den Schattenkegel der Erde streift und nur teilweise verfinstert wird, spricht man von einer partiellen Mondfinsternis. Verschwindet der Planet komplett im Kernschatten der Erde, dann entsteht eine totale Mondfinsternis. Diese Naturschauspiel kann (bei zentralem Durchgang) bis zu 200 Minuten betragen, die Phase der totalen Dunkelheit selbst bis zu 100 Minuten.

Eine totale Mondfinsternis konnte man zuletzt in den frühen Morgenstunden des 28. Oktober 2004 von Amerika, Europa und Asien aus beobachten. Wer auf die nächste Finsternis wartet, muss sich noch ein wenig gedulden: Am 17. Oktober 2005 werden Menschen im Pazifikraum und in Nordamerika sehen können, wie sich der Mond teilweise verdunkelt. Nach einer weiteren partiellen Finsternis, die am 7. September 2006 stattfinden soll, wird der Mond dann wieder komplett verdunkelt: Die nächste totale Mondfinsternis, die man übrigens auch von Europa aus beobachten kann, wird am 4. März 2007 um genau 22 Minuten nach Mitternacht ihren Höhepunkt erreichen.

Übrigens: Der Begriff “totale Mondfinsternis“ klingt zwar so, als würde der Mond stockfinster, tatsächlich kann man ihn selbst dann aber immer noch sehen. Das liegt daran, dass ein wenig Sonnenlicht in der Erdatmosphäre so gebrochen und abgelenkt wird, dass es doch noch den Mond erreicht. Das gilt vor allem für das rote Licht, so dass der Mond selbst bei einer totalen Finsternis noch schwach zu sehen ist.

Mehr aus Natur & Umwelt

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Natur & Umwelt.

Alle Natur & Umwelt-Artikel
Der Ozean kommt außer Atem: Warum unser größter Klimapuffer schwächelt
Natur & Umwelt

Der Ozean kommt außer Atem: Warum unser größter Klimapuffer schwächelt

29. Oktober 2026

Der Ozean hat fast 30 Prozent des CO2 geschluckt, das wir je emittiert haben – doch durch die Erderwärmung nimmt er bereits sechs Prozent weniger auf als möglich. Was dieser versteckte Kipppunkt für uns bedeutet.

Rechtspersönlichkeit für Ökosysteme: Mar Menor klagt in Spanien
Natur & Umwelt

Rechtspersönlichkeit für Ökosysteme: Mar Menor klagt in Spanien

23. Oktober 2026

Die spanische Lagune Mar Menor hat seit 2022 Rechtspersönlichkeit – als erstes Ökosystem Europas. Felix Aiwanger vom Max-Planck-Institut erklärt, wer künftig klagen könnte und wie Deutschland im internationalen…

Hummelähnliche Insektenart nach 150 Jahren in Frankreich wiederentdeckt
Natur & Umwelt

Hummelähnliche Insektenart nach 150 Jahren in Frankreich wiederentdeckt

21. Oktober 2026

Eine hummelähnliche Insektenart, die seit rund 150 Jahren in Frankreich als verschwunden galt, wurde im Raum Paris erneut gesichtet. Forschende sehen den Fund als Beleg für eine globale Taxonomie-Krise.

Wie die Ölindustrie den Zweifel am Klimawandel erfand
Natur & Umwelt

Wie die Ölindustrie den Zweifel am Klimawandel erfand

19. Oktober 2026

Ein neuer Bericht dokumentiert, wie fossile Konzerne systematisch Desinformation über die menschengemachte Erderwärmung verbreiteten. Klimaforscher Stefan Rahmstorf empfiehlt die Lektüre dringend.

← Zurück zu Natur & UmweltZur Startseite