Warum werden die Blätter der Bäume im Herbst bunt?
Natur & Umwelt

Warum werden die Blätter der Bäume im Herbst bunt?

Bild: Foto: Wilhelm Zimmerling PAR, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die vielen feinen Wurzeln eines Baumes nehmen aus dem Boden Wasser und Mineralstoffe auf, die dann in Adern zu den Blättern geleitet werden. Durch winzige Öffnungen an der Oberfläche gelangt Luft in die Blätter. Wenn das Sonnenlicht auf die Blätter scheint, entwickelt sich in ihnen mit Hilfe des Blattgrüns (Chlorophyll) aus dem Kohlendioxid der Luft und aus Wasser Sauerstoff und Traubenzucker. Einen Teil der so produzierten Nahrung verbraucht der Baum sofort zum Wachsen, einen anderen Teil speichert er für den Winter. Im Herbst werden die Tage kürzer und weniger Licht fällt auf die Blätter. Auch die Temperaturen sinken. Diese Vorzeichen des Winters können Bäume wahrnehmen. Wie viele andere Lebewesen bereiten sie sich nun auf den Winter vor. Zunächst ziehen sie alle wertvollen Stoffe aus den Blättern zurück. Dazu gehört auch das Blattgrün. Übrig bleiben nur Stoffe, die die Bäume nicht zum Leben benötigen. Diese bewirken durch ihre gelbe, rote oder braune Farbe das bunte Aussehen der Blätter. Die Stoffe waren auch schon im Frühjahr und im Sommer in den Blättern. Doch da wurden sie von dem kräftigen Grün des Chlorophylls überdeckt.

Wie reagieren Laubbäume auf weniger Licht?

Die vielen feinen Wurzeln eines Baumes nehmen aus dem Boden Wasser und Mineralstoffe auf, die dann in Adern zu den Blättern geleitet werden. Durch winzige Öffnungen an der Oberfläche gelangt Luft in die Blätter. Wenn das Sonnenlicht auf die Blätter scheint, entwickelt sich in ihnen mit Hilfe des Blattgrüns (Chlorophyll) aus dem Kohlendioxid der Luft und aus Wasser Sauerstoff und Traubenzucker. Einen Teil der so produzierten Nahrung verbraucht der Baum sofort zum Wachsen, einen anderen Teil speichert er für den Winter. Im Herbst werden die Tage kürzer und weniger Licht fällt auf die Blätter. Auch die Temperaturen sinken. Diese Vorzeichen des Winters können Bäume wahrnehmen. Wie viele andere Lebewesen bereiten sie sich nun auf den Winter vor. Zunächst ziehen sie alle wertvollen Stoffe aus den Blättern zurück. Dazu gehört auch das Blattgrün. Übrig bleiben nur Stoffe, die die Bäume nicht zum Leben benötigen. Diese bewirken durch ihre gelbe, rote oder braune Farbe das bunte Aussehen der Blätter. Die Stoffe waren auch schon im Frühjahr und im Sommer in den Blättern. Doch da wurden sie von dem kräftigen Grün des Chlorophylls überdeckt.

Die einzelnen Baumarten unterscheiden sich nicht nur im Aussehen ihres Stammes und der Rinde sowie in der Form ihrer Blätter. Sie nehmen im Herbst auch verschiedene Farben an. Die Birke bekommt beispielsweise gelbe Blätter, Buchenblätter werden orange bis rotbraun und Eichenblätter werden Braun.

Wie nehmen Bäume im Winter Nahrung auf?

Durch die Poren an der Blattoberfläche verdunstet ein Baum immer etwas Wasser. Im Sommer können die Wurzeln Wasser aus dem Boden aufnehmen und es durch den Stamm und die Zweige zu den Blättern leiten. So trocknet die Pflanze nicht aus. Da der Boden in der kalten Jahreszeit häufig gefroren ist und die Wurzeln kein Wasser zur Verfügung stellen können, muss ein Baum sich vor Austrocknung schützen. Wenn die Blätter bunt gefärbt und alle wertvollen Stoffe wieder in den Baum zurückgekehrt sind, bildet sich zwischen den Blattstielen und dem Zweig zunächst eine dünne Korkschicht. Die Schicht wird dicker und verschließt die Öffnung am Zweig, durch die vorher das Wasser und die Nahrung zwischen dem Baum und dem Blatt ausgetauscht wurden. An dieser Stelle fallen bei den Herbststürmen oder in einer Frostnacht die Blätter ab. So wird die Oberfläche des Baumes verringert und die Verdunstung von Wasser stark vermindert.

Auch kann sich auf einem Baum, der seine Blätter noch hat, sehr viel Schnee und Eis ansammeln, der von den kahlen Ästen gleich herabfällt. Eis und Schnee hätten aber ein sehr großes Gewicht und könnten die Zweige abbrechen. Darum bildet der Abwurf der Blätter auch in dieser Hinsicht einen Schutz für den Baum.

Weitere Artikel auf wissenschaft.de

Mehr aus Natur & Umwelt

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Natur & Umwelt.

Alle Natur & Umwelt-Artikel
Der Ozean kommt außer Atem: Warum unser größter Klimapuffer schwächelt
Natur & Umwelt

Der Ozean kommt außer Atem: Warum unser größter Klimapuffer schwächelt

29. Oktober 2026

Der Ozean hat fast 30 Prozent des CO2 geschluckt, das wir je emittiert haben – doch durch die Erderwärmung nimmt er bereits sechs Prozent weniger auf als möglich. Was dieser versteckte Kipppunkt für uns bedeutet.

Rechtspersönlichkeit für Ökosysteme: Mar Menor klagt in Spanien
Natur & Umwelt

Rechtspersönlichkeit für Ökosysteme: Mar Menor klagt in Spanien

23. Oktober 2026

Die spanische Lagune Mar Menor hat seit 2022 Rechtspersönlichkeit – als erstes Ökosystem Europas. Felix Aiwanger vom Max-Planck-Institut erklärt, wer künftig klagen könnte und wie Deutschland im internationalen…

Hummelähnliche Insektenart nach 150 Jahren in Frankreich wiederentdeckt
Natur & Umwelt

Hummelähnliche Insektenart nach 150 Jahren in Frankreich wiederentdeckt

21. Oktober 2026

Eine hummelähnliche Insektenart, die seit rund 150 Jahren in Frankreich als verschwunden galt, wurde im Raum Paris erneut gesichtet. Forschende sehen den Fund als Beleg für eine globale Taxonomie-Krise.

Wie die Ölindustrie den Zweifel am Klimawandel erfand
Natur & Umwelt

Wie die Ölindustrie den Zweifel am Klimawandel erfand

19. Oktober 2026

Ein neuer Bericht dokumentiert, wie fossile Konzerne systematisch Desinformation über die menschengemachte Erderwärmung verbreiteten. Klimaforscher Stefan Rahmstorf empfiehlt die Lektüre dringend.

← Zurück zu Natur & UmweltZur Startseite