Zum Inhalt springen
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Lexika
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de-Newsletter
Spannende Fakten und Wissenstests direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Shop

Info

  • AGB
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Datenschutzeinstellungen

Kontakt zur Redaktion

wissen.deErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

E-Mail: wissenschaft@konradin.de
Folgen Sie uns
Konradin Mediengruppewissenschaft.denatur.de
© 2026 wissen.de
Startseite/Allgemein/Artikel
Was bringt der Mobilfunkstandard 6G?
Bildquelle nicht angegeben
Allgemein

Was bringt der Mobilfunkstandard 6G?

Mit den unterschiedlichen Mobilfunkstandards 4G, 3G und vielleicht noch LTE beschäftigen sich viele von uns vermutlich nur, wenn sie auf ihrem Smartphone die Netzwerkgeschwindigkeit prüfen. Dabei beschleunigt sich diese bald sogar noch weiter, denn Mobilfunkanbieter bauen bereits das neue schnellere 5G-Mobilfunknetz…
Veröffentlicht
12. Dezember 2024
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Allgemein
Fernmeldeturm mit 6G-Symbolen

© Lari Bat, iStock

Mit den unterschiedlichen Mobilfunkstandards 4G, 3G und vielleicht noch LTE beschäftigen sich viele von uns vermutlich nur, wenn sie auf ihrem Smartphone die Netzwerkgeschwindigkeit prüfen. Dabei beschleunigt sich diese bald sogar noch weiter, denn Mobilfunkanbieter bauen bereits das neue schnellere 5G-Mobilfunknetz aus. Laut Prognosen könnten bald 80 Prozent der Bevölkerung einen Zugang zu den schnellen Daten haben.

Und obwohl sich 5G noch nicht richtig durchsetzen konnte, tüftelt die Mobilfunkindustrie bereits am nächsten Datenstandard 6G. Die ersten kommerziellen Netze sollen schon ab 2030 verfügbar sein. Das könnte die zukünftige Up- und Downloadgeschwindigkeit immens beschleunigen: Forscher des University College London haben kürzlich sogar bis zu 938 Gigabit pro Sekunde erreicht – damit ließen sich innerhalb einer Sekunde knapp 20 Netflixfilme downloaden. Aber welche neuen Technologien ermöglicht das in Zukunft?

Symbolbild Augmented Reality

© gorodenkoff, GettyImages

Digitale Zwillinge

Allem voran könnte 6G die Erstellung sogenannter digitaler Zwillinge ermöglichen. Vereinfacht gesagt ist ein digitaler Zwilling eine virtuelle Kopie eines realen Objekts wie zum Beispiel einer Windkraftanlage. Um das Windrad digital zu „kopieren“, stattet man es mit Sensoren aus, die den Aufbau des Windrads und dessen Stromerzeugung messen, aber auch beispielsweise die Temperatur und die Wetterbedingungen der Umgebung. All diese Daten fließen in Echtzeit an das virtuelle Windrad. Daran lassen sich dann Simulationen durchführen, etwa zur Problemanalyse, wenn das Windrad weniger Strom erzeugt, als es theoretisch sollte, oder um Prozesse zu optimieren.

In der Medizin könnten digitale Zwillinge von Patienten erstellt werden – sie wären dann eine exakte, virtuelle Nachbildung der jeweiligen individuellen gesundheitlichen Situation. Ärzte könnten dann erst verschiedene Behandlungen am virtuellen Patienten testen, bevor sie sie tatsächlich anwenden. „Diese Technologie bietet das Potenzial, Diagnose- und Behandlungsprozesse erheblich zu beschleunigen und zu individualisieren“, erklärt Gernot Marx von der Uniklinik RWTH Aachen.

Doch um die digitalen Simulationen in Echtzeit aufrechtzuerhalten, benötigen die jeweiligen Anbieter immense Datenmengen. Diese Anforderungen lassen sich mit dem aktuellen Mobilfunkstandard 5G allein schwer erreichen, insbesondere in komplexen und dynamischen Umgebungen wie dem Gesundheitswesen. Erst der neue Standard 6G mit seiner immensen Datenübertragungsrate ermöglicht diese Technologie.

Holgrammfigur einer telefonierenden Geschäftsfrau

© R_Type, iStock

Holografische 3D-Echtzeitvideos

Zudem könnten wir dank 6G bald per Hologramm miteinander kommunizieren – so wie die Charaktere in Star Wars oder Star Trek. Im Zoom-Call säße uns dann statt einem Video im Laptop eine 3D-Version der besten Freundin oder des Chefs am Tisch gegenüber. Praktisch sähe das so aus: Der Anrufende hält sein Smartphone vor dem Gesicht und filmt sich mit der Selfie-Kamera. Dem Angerufenen erscheint der Gesprächspartner dann in realitätsgetreuer Abbildung als digitales Hologramm in seiner VR-Brille.

Hologrammtelefonie scheint sich dabei langsam vom fernen Science-Fiction-Traum zur Realität zu transformieren. Der spanische Telekommunikationsanbieter Telefónica mit seiner deutschen Tochter O2 will Hologrammtelefonie beispielsweise schon bis 2026 ermöglichen. „Telefonieren, als stünde mein Gesprächspartner vor mir, ist so ein Traum, der nun näher an die Realität rückt. Wir testen das zusammen mit den anderen Mobilfunkunternehmen“, so Sven von Aschwege von der Deutschen Telekom.

Doch noch erfordert Hologramm-Kommunikation fünf- bis zehnmal mehr Daten als ein normaler Videocall. Schließlich muss jeder Teil des Körpers in Echtzeit erfasst, vom System „umgerechnet“ und dann weitergeleitet werden. Für einige wenige Hologrammtelefonate reicht das aktuelle 5G-Netz deshalb zwar aus, doch damit alle Haushalte ihre Telefonate künftig in 3D führen können, wäre das ultraschnelle 6G-Netz nötig.

Taktiles Internet

Noch eine Stufe über der Hologrammtelefonie steht das taktile Internet. Es ermöglicht, dass Nutzer Objekte, Menschen oder Maschinen in der Ferne nicht nur sehen und hören, sondern auch ertasten können. Konkret würden in einem solchen Fall Sensoren angebracht, die den Druck, die Temperatur oder die Textur des Objekts erfassen und weiterleiten. Haptische Rückgabegeräte könnten diese physischen Empfindungen dann für den Empfänger umwandeln und so spürbar machen.

Das eröffnet Möglichkeiten in vielen Bereichen wie der Telemedizin oder der Industrieautomation. „Ein Szenario ist zum Beispiel die Fernsteuerung von mobilen Maschinen oder Robotern, die in gefährlichen Arbeitsumgebungen im Einsatz sind oder die Bedienung durch lokal nicht verfügbares Fachpersonal erfordern“, erklärt Hans Schotten vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz.

Auch ferngesteuerte Pflegeroboter könnten beispielsweise mit weit entfernten Pflegern interagieren. Diese könnten den Roboter dann in Echtzeit steuern und dabei durch haptisches Feedback fühlen, was der Roboter berührt.

Weitere Artikel auf wissenschaft.de

Footer Menu Main

Footer Menu Legal

Mehr aus Allgemein

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Allgemein.

Alle Allgemein-Artikel
Wie Torontos Radwege zur Parkzone wurden – und was die Daten zeigen
Allgemein

Wie Torontos Radwege zur Parkzone wurden – und was die Daten zeigen

15. Oktober 2026

Eine neue Studie aus Toronto untersucht, ob bauliche Schutzstreifen auf Radwegen tatsächlich weniger Parkverstöße bedeuten – und deckt die Kluft zwischen Infrastruktur-Investitionen und Realität auf der Straße auf.

Marblopolis: Wie ein Niederländer mit 300 Metern Murmelbahn Physik erlebbar macht
Allgemein

Marblopolis: Wie ein Niederländer mit 300 Metern Murmelbahn Physik erlebbar macht

14. Oktober 2026

Jelle Bakker baute aus LEGO, K'Nex und klassischen Bahnen eine spektakuläre Murmelstadt mit 30 Routen. Hunderte Kugeln rollten gleichzeitig durch Schleifen und Sprünge – und machten Schwerkraft sichtbar.

CBC Kids zeigt Haudenosaunee-Schöpfungsgeschichte mit Schattenpuppen
Allgemein

CBC Kids zeigt Haudenosaunee-Schöpfungsgeschichte mit Schattenpuppen

14. Oktober 2026

Der kanadische öffentliche Sender CBC Kids präsentiert die Turtle-Island-Erzählung des Haudenosaunee-Volkes. Storyteller Otsistohkwi:yo Elliott nutzt Schattenpuppen, um indigene Schöpfungstraditionen für Kinder…

Wie Japan Katastrophenhelfer ohne radioaktive Quellen schult
Allgemein

Wie Japan Katastrophenhelfer ohne radioaktive Quellen schult

14. Oktober 2026

Japanische Forscher testen simulationsbasiertes Training für Gesundheitsbeamte, das ganz ohne echte Strahlenquellen auskommt. Die Pilotstudie könnte Notfalltraining weltweit verändern – besonders dort, wo…

← Zurück zu AllgemeinZur Startseite