Wildkatzen: Verborgen in unseren Wäldern
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Wildkatzen: Verborgen in unseren Wäldern

Bild: Foto: Dietmar Rabich, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Im Gegensatz zu ihren häuslichen Verwandten sind die Wildkatzen reine Waldbewohner und unterscheiden sich auch optisch deutlich von den Stubentigern. Mit einer Körperlänge von rund 80 Zentimetern und einem Gewicht von bis zu acht Kilo sind sie nicht nur größer und schwerer. Auch ihre Beine wirken kräftiger. Das wichtigste Erkennungsmerkmal der wilden Tiere aber ist ihr Schwanz, der sie noch einmal größer erscheinen lässt: breit, buschig, mit zwei bis drei schwarzen Ringen und einem stumpfen Ende.

Lviatour / CC BY-SA 3.0

Im Gegensatz zu ihren häuslichen Verwandten sind die Wildkatzen reine Waldbewohner und unterscheiden sich auch optisch deutlich von den Stubentigern. Mit einer Körperlänge von rund 80 Zentimetern und einem Gewicht von bis zu acht Kilo sind sie nicht nur größer und schwerer. Auch ihre Beine wirken kräftiger. Das wichtigste Erkennungsmerkmal der wilden Tiere aber ist ihr Schwanz, der sie noch einmal größer erscheinen lässt: breit, buschig, mit zwei bis drei schwarzen Ringen und einem stumpfen Ende.

Ausdauerende Streuner

Das grau-gelb verwaschene Fell der Wildkatzen wirkt neben den vielfältigen Fellzeichnungen der Hauskatzen unspektakulär – aber es eignet sich perfekt, um im Wald in Deckung zu gehen und eins mit der Umgebung zu werden. So bleiben die Tiere auch für den aufmerksamen Beobachter häufig unbemerkt, wenn sie still in hohlen Baumstämmen liegen oder durch ihre Reviere streifen.

In diesen bis zu 30 Quadratkilometer großen Gebieten haben die Katzen typischerweise eine Reihe von Ruhezonen und Jagdflächen, die sie immer wieder aufsuchen. Dort machen sie manchmal tagsüber, bevorzugt aber in der Dämmerung und bei Nacht Pirsch auf Mäuse, Ratten und anderes Kleingetier.

Spielvogel / CC BY-SA 3.0

Jäger werden Gejagte

Vor gar nicht allzu langer Zeit waren die Jäger aber auch selbst Gejagte. Der Mensch verfolgte sie als räuberische Schädlinge, die angeblich Kleinwild wie Frischlinge und Hirschkälber fraßen. Dies kommt in Wahrheit allerdings, wenn überhaupt, nur extrem selten vor. Durch die intensive Jagd wurden die Wildkatzen stark dezimiert. Grassierende Krankheiten taten ihr Übriges, dass die Tiere in Deutschland in den 1920er Jahren sogar kurz vor der Ausrottung standen.

Heute sind die Waldbewohner bei uns zwar streng geschützt. Sie gelten aber trotzdem noch als selten und gefährdet. Nur 5.000 bis 7.000 Tiere streifen Schätzungen zufolge durch die Wälder der Bundesrepublik – neben ihrer Scheuheit ein weiterer Grund, warum man die wilden Samtpfoten nur so selten zu Gesicht bekommt.

pixabay.com, susannp4

Selten und unerforscht

Damit sich die Population weiter erholen kann, sind weitere Schutzmaßnahmen gefragt. Denn noch finden die Europäischen Wildkatzen bei uns vielerorts keine optimalen Bedingungen vor: Waldwege, Straßen und Agrarflächen zerschneiden den Lebensraum der Tiere, die eigentlich auf große, zusammenhängende und naturnahe Waldflächen angewiesen sind.

Wie sehr solche Barrieren und menschliche Aktivitäten das Verhalten der Wildkatzen beeinflussen und ihren Fortbestand gefährden, ist bisher nur in Ansätzen erforscht – ein Problem, dass einige Wissenschaftler inzwischen engagiert angehen. Sie wollen die ökologischen Ansprüche der Art genauer kennenlernen: Damit sich in Zukunft wieder mehr dieser wilden Katzen in unseren Wäldern verborgen halten.

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