Nach dem strengen Winter 2009 sollten sich Autofahrer auch in diesem Jahr auf erschwerte Fahrbedingungen einstellen. Bei Temperaturen unter 7 Grad Celsius sind in jedem Fall Winterreifen zu empfehlen. Und das aus mehreren Gründen. Da sind zum einen die Gummimischung, dann die Lamellierung und schließlich das Profil. Die Gummimischung friert auch bei niedrigen Temperaturen nicht ein, die Lamellen bringen ein Plus an Grip bei Schnee und Eis und das Profil sorgt für eine Verzahnung mit dem Untergrund - insbesondere bei Tiefschnee. Ein guter Winterreifen zeichnet sich außerdem durch eine Profiltiefe von mindestens vier Millimeter aus. Gesetzlich festgeschrieben ist eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimeter. Darüber hinaus ist zu beachten, dass bei Reifen nach einigen Jahren der Nutzung und Lagerung selbstverständlich "Alterserscheinungen" - wie Risse und Brüche - auftreten, die die Reifenqualität beeinflussen. Daher ist auch vom Kauf oder der Übernahme gebrauchter Winterreifen abzuraten, bei denen man die "Geschichte" der Pneus nicht kennt.
Auch das gemischte Aufziehen von unterschiedlich alten Reifen, Pneus mit stark variierenden Profiltiefen oder sogar Sommer- und Winterreifen sollte vermieden werden - denn der eigene Wagen wird immer nur so sicher auf der Straße liegen, wie der schlechteste Reifen. Die Lauf- bzw. Drehrichtung von Winterreifen ist ebenfalls ein wichtiges Sicherheitskriterium und sollte bei der Montage unbedingt beachtet werden.
Der Hersteller vermerkt am Reifen dessen vorgesehene Laufrichtung. Auch diese garantiert wiederum die besten Eigenschaften bezüglich Seitenführung, Grip und Bremsweg. Das ist vor allem bei winterlichen Bedingungen wie Schneematsch, Eis oder Nässe entscheidend.
Breitreifen auch im Winter
Dass Winterreifen schmäler sein sollten als Sommerpneus, war lange Zeit eine verbreitete Meinung. Aus diesem Grund waren bisher auch viele Autobesitzer mit breiteren Sommer- als Winterreifen unterwegs. Dieses verlangte von ihnen, sich nicht nur auf veränderte Straßenbedingungen einzustellen, sondern auch auf ein anderes Autohandling, denn verschiedene Reifenbreiten bedeuten auch ein unterschiedliches Verhalten des Wagens beispielsweise in Kurven.
Heute empfehlen Hersteller und Sicherheitstester die Bereifung auch im Winter breiter zu wählen. Das freut nicht nur sportlich orientierte Fahrer, die steigende Zahl der SUV-Käufer oder Reifenästheten auch die Besitzer von Mittel- oder Kleinwagen profitieren, wenn sie in Zukunft dieselbe Breite bei Sommer- und Winterreifen verwenden kšnnen - für kürzere Bremswege, eine bessere Seitenführung und damit erheblich mehr Sicherheit. Untersuchungen belegen: Breite Reifen haben auch im Winter meistens Vorteile in Punkto Fahrsicherheit, Kurvenstabilität und Lenkpräzision.

