Wort des Monats Januar 2006
Natur & Umwelt

Wort des Monats Januar 2006

Bild: Foto: Reinhard Hurt, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Bereits im Herbst 2005 stellte die Internationale Atomenergiebehörde fest, dass der Iran gegen den Atomwaffensperrvertrag verstoßen hatte. Das Atomprogramm war viele Jahre geheim betrieben worden, woraufhin die iranische Regierung aufgefordert wurde, ihre Bemühungen zur Konversion von Uran und die Anreicherung einzustellen. Mehrere Monate gingen ins Land, ohne dass der Iran sich dem weltweiten Druck beugte. Ganz im Gegenteil, Teheran nahm am 10. Januar die Urananreicherung wieder auf und brüskierte damit die IAEA. Ende Januar 2006 platzte nun den fünf Vetomächten des Sicherheitsrates der Kragen. Nun soll der Konflikt dem Sicherheitsrat vorgelegt werden.

Bereits im Herbst 2005 stellte die Internationale Atomenergiebehörde fest, dass der Iran gegen den Atomwaffensperrvertrag verstoßen hatte. Das Atomprogramm war viele Jahre geheim betrieben worden, woraufhin die iranische Regierung aufgefordert wurde, ihre Bemühungen zur Konversion von Uran und die Anreicherung einzustellen. Mehrere Monate gingen ins Land, ohne dass der Iran sich dem weltweiten Druck beugte. Ganz im Gegenteil, Teheran nahm am 10. Januar die Urananreicherung wieder auf und brüskierte damit die IAEA. Ende Januar 2006 platzte nun den fünf Vetomächten des Sicherheitsrates der Kragen. Nun soll der Konflikt dem Sicherheitsrat vorgelegt werden.

Aber nun zu unserem Gewinner, Herrn Walter Mahlz, der seine Wahl wie folgt begründete: "Atomprogramm – wie harmlos das klingt. Zumal, wenn mehr oder weniger gleichzeitig auch in Deutschland die Politik der letzten Jahre wieder rückgängig gemacht werden soll und der Ausstieg aus der Atomenergie wieder zur Diskussion steht. Doch im Iran nimmt das Atomprogramm ja eine noch viel dramatischere Bedeutung an, wenn man sich ausmalt, was in der Region alles passieren kann, wenn der Iran möglicherweise seine eigene Atombombe baut. Höchste Zeit aus allen Atomprogrammen auszusteigen, da wir noch meilenweit davon entfernt sind, ein Atommüllprogramm zu haben."

Allen Teilnehmern an unserer Aktion “Wort des Monats“ vielen Dank. Senden Sie uns auch im kommenden Monat wieder Ihren Vorschlag mit einer Begründung an die bekannte E-Mail-Adresse:wortdesmonats@wissen.de. Wie üblich gibt es einen Wahrig: Deutsche Rechtschreibung zu gewinnen (dafür aber nicht die Begründung vergessen!) wir freuen uns auf Ihre Einsendung und wünschen viel Erfolg!

Mehr aus Natur & Umwelt

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Natur & Umwelt.

Alle Natur & Umwelt-Artikel
Der Ozean kommt außer Atem: Warum unser größter Klimapuffer schwächelt
Natur & Umwelt

Der Ozean kommt außer Atem: Warum unser größter Klimapuffer schwächelt

29. Oktober 2026

Der Ozean hat fast 30 Prozent des CO2 geschluckt, das wir je emittiert haben – doch durch die Erderwärmung nimmt er bereits sechs Prozent weniger auf als möglich. Was dieser versteckte Kipppunkt für uns bedeutet.

Rechtspersönlichkeit für Ökosysteme: Mar Menor klagt in Spanien
Natur & Umwelt

Rechtspersönlichkeit für Ökosysteme: Mar Menor klagt in Spanien

23. Oktober 2026

Die spanische Lagune Mar Menor hat seit 2022 Rechtspersönlichkeit – als erstes Ökosystem Europas. Felix Aiwanger vom Max-Planck-Institut erklärt, wer künftig klagen könnte und wie Deutschland im internationalen…

Hummelähnliche Insektenart nach 150 Jahren in Frankreich wiederentdeckt
Natur & Umwelt

Hummelähnliche Insektenart nach 150 Jahren in Frankreich wiederentdeckt

21. Oktober 2026

Eine hummelähnliche Insektenart, die seit rund 150 Jahren in Frankreich als verschwunden galt, wurde im Raum Paris erneut gesichtet. Forschende sehen den Fund als Beleg für eine globale Taxonomie-Krise.

Wie die Ölindustrie den Zweifel am Klimawandel erfand
Natur & Umwelt

Wie die Ölindustrie den Zweifel am Klimawandel erfand

19. Oktober 2026

Ein neuer Bericht dokumentiert, wie fossile Konzerne systematisch Desinformation über die menschengemachte Erderwärmung verbreiteten. Klimaforscher Stefan Rahmstorf empfiehlt die Lektüre dringend.

← Zurück zu Natur & UmweltZur Startseite