Im Permafrost des Yukon haben Forscher fossilisierte Exkremente einer ausgestorbenen Erdhörnchen-Art entdeckt, die rund 700.000 Jahre alt sind. Die konservierten Bauten enthielten neben dem Kot auch Pflanzenmaterial, Knochen und die älteste Wollmammut-DNA, die je in Nordamerika nachgewiesen wurde.
Der außergewöhnliche Erhaltungszustand der organischen Materialien ist dem gefrorenen Untergrund zu verdanken. Die Bauten der ausgestorbenen Erdhörnchen-Spezies enthielten ein breites Spektrum an Überresten: Samen, Blätter, Knochenreste und organisches Material blieben weitgehend unverändert erhalten.
Forscher bezeichnen solche Fundstellen als paläontologische Schatzkammer, da sie seltene Einblicke in Ökosysteme ermöglichen, die sonst kaum dokumentiert sind. Die aus dem Fundmaterial extrahierte Mammut-DNA stellt einen wissenschaftlichen Durchbruch dar: Mit einem Alter von 700.000 Jahren übertrifft sie alle bisherigen genetischen Nachweise von Wollmammuts auf dem nordamerikanischen Kontinent.
Die genetischen Informationen ermöglichen es Wissenschaftlern, nachzuvollziehen, wie sich prähistorische Ökosysteme im Laufe der Zeit verändert haben. Der Fund zeigt die Informationsdichte, die in solchen Fundstellen steckt – Knochen, Pflanzenreste und Exkremente zusammen ergeben ein Bild der Umwelt, das durch Einzelfunde niemals zu rekonstruieren wäre.

