Zum Inhalt springen
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Lexika
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de-Newsletter
Spannende Fakten und Wissenstests direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Shop

Info

  • AGB
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Datenschutzeinstellungen

Kontakt zur Redaktion

wissen.deErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

E-Mail: wissenschaft@konradin.de
Folgen Sie uns
Konradin Mediengruppewissenschaft.denatur.de
© 2026 wissen.de
Startseite/Natur & Umwelt/Artikel
Zurück in die Urzeit - Welche Tierarten haben bis heute überlebt?
Bildquelle nicht angegeben
Natur & Umwelt

Zurück in die Urzeit - Welche Tierarten haben bis heute überlebt?

Als die Dinosaurier vor gut 235 Millionen Jahren die Erde betraten und sich die verschiedensten Gattungen entwickelten, waren andere Tierarten bereits da.
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
5 Minuten
Rubrik
Natur & Umwelt
Artikelbild

thinkstock.com, 1971yes

Fische und andere lebende Fossilien aus dem Wasser

Als die Dinosaurier vor gut 235 Millionen Jahren die Erde betraten und sich die verschiedensten Gattungen entwickelten, waren andere Tierarten bereits da.

Der Pfeilschwanzkrebs

Ein sehr bekanntes, im wahrsten Sinne uriges Beispiel, stellen dabei die Pfeilschwanzkrebse dar. Die ersten von Ihnen schwammen schon durch die Urmeere des Kambriums – und das vor etwa 540 Millionen Jahren! Nachdem sie im Silur (vor 440 Millionen Jahren) ihren größten Artenreichtum erreichten, starben sie am Jura-Ende nahezu aus. Aber nur fast – denn immerhin leben in unserer heutigen Zeit immer noch vier unterschiedliche Pfeilkrebsarten.

Das Perlboot

Ähnlich alt sind die Perlboote, die zu den Nautiliden zählen. Diese Kopffüßer entstanden vor gut 500 Millionen Jahren und waren im Ordovizium (450 Millionen Jahre zurück) weit verbreitet. So weit, dass ein Großteil mancher Gebirge vor allem aus ihren fossilen Schalen bestehen. Doch sie sind nicht nur an diversen Bergen zu finden: Es gibt immer noch sechs verschiedene rezente Arten! Einerseits ein Grund zur Freude, andererseits auch zur Besorgnis. Alle Arten sind gefährdet, weil ihre Schalen als Souvenirs gehandelt werden. Bedauerlich und unnötig also, dass beispielsweise die Perlboot-Art Allonautilus scrobiculatus so sehr bejagt worden ist, dass sie bis 2015 zwischenzeitlich 30 Jahre als verschollen gelistet wurde.

Der Quastenflosser

Fast ebenso bekannt wie die Dinosaurier, aber dafür im Wasser lebend ist der Quastenflosser. Exemplare dieser Gattung wurden 1997 vor der indonesischen Pazifikinsel Sulawesi und 2016 im Bereich zwischen der südafrikanischen Küste und den Komoren entdeckt. Bemerkenswert, weil die ältesten Fossilien 400 Millionen Jahre alt sind und damit aus dem Devon stammen, die jüngsten aber in den Jura auf 70 Millionen Jahre zurückzudatieren waren. Sehr lange sehr effektiv versteckt, möchte man sagen!

Ebenfalls mit Flossen und Kiemen ausgestattet ist der Stör. Er stammt in etwa aus dem Übergang zwischen Trias und Jura, was ihn zu einem zumindest 200 Millionen Jahre alten Erfolgsmodell macht. Besonders beliebt ist sein extrem teurer Kaviar. Nicht minder beeindruckend: Beluga-Störe, die im Kaspischen und Schwarzen Meer leben, können Längen von fast fünf Metern und ein Gewicht von knapp 2 Tonnen erreichen. Allerdings ist der Stör sowohl durch die Zerstörung seines Lebensraums als auch durch Überfischung bedroht.

Lebende Fossilien unter den Reptilien

Es ist unschwer zu erkennen, dass Fische zu den größten Erfolgsmodellen der Evolution zählen. Doch auch verschiedene Echsenarten können sich definitiv sehen lassen!

Artikelbild

GettyImages, GordonImages

Die Brückenechse (Tuatara)

Heute lebt sie noch auf wenigen vor Neuseeland liegenden Inseln, anders als vor 250 Millionen Jahren in der Trias: Die Brückenechse gehört zu den lebenden Fossilien, die selbst den Superkontinent Pangäa noch in Augenschein genommen haben. Die Hochzeit der Tuatara lag vor gut 150 Millionen Jahren – ab diesem Zeitpunkt schrumpfte ihr Verbreitungsgebiet langsam, aber stetig, bis sie nur noch in Neuseeland heimisch war. Und selbst dort machen es ihr nun die Menschen und die mitgebrachten Ratten, Katzen und Hunde schwer. So führt die Brückenkopfechse, deren speziellstes Merkmal ihr „drittes Auge“ (kein Auge im klassischen Sinn, sondern ein Licht-und-Schatten-Sensor) ist, ein vergleichsweise verborgenes und zurückgezogenes Leben.

Während die Tuatara mit einer Länge von etwa 45 Zentimetern bei weiblichen und 80 Zentimetern bei männlichen Tieren recht kleinformatig ist, sieht es bei den Krokodilen schon ganz anders aus. Bei ihnen sind Längen von mehreren Metern und Gewichte von mehreren hundert Kilo keine Seltenheit. Interessant ist jedoch, dass die modernen Krokodilarten ebenfalls vor etwa 250 Millionen Jahren ihren Anfang genommen haben. Im Gegensatz zur Brückenkopfechse konnten sich die Krokodile aber einen größeren Lebensraum erhalten. Sie sind bis heute noch in und an den Gewässern der (sub-) tropischen Gebiete mit Schwerpunkt auf der Südhalbkugel anzutreffen.

Artikelbild

GettyImages, DianaLynne

Die richtig schrägen Vögel unter den lebenden Fossilien

Sowohl bei den Krebsen als auch den Nautiliden, Fischen und Reptilien gibt es lebende Fossilien. Doch wie sieht es eigentlich bei den Vögeln und den Säugetieren aus? Die bekanntesten aus der letzten Gruppe dürften vielleicht eines Tages die Mammuts sein. Ein guter Grund, sich zunächst tatsächlich aktuell rezente Tiere anzuschauen.

Der Hoatzin

Schon sein Name klingt vergleichsweise speziell – und das ist der ganze Vogel aus verschiedenen Gründen auch selbst. Bereits die Alternativbezeichnungen wie Schopf-, Zigeuner- oder Stinkhuhn sind eigentlich nicht zutreffend, da es sich bei ihm – trotz einer gewissen Ähnlichkeit zu Hühnervögeln – nicht um ein Huhn handelt. Er ist auch nicht, wie vielfach wissenschaftlich angenommen, ein Missing Link zwischen ausgestorbenen reptilienartigen und modernen Vögeln. Die Ergebnisse von Genanalysen weisen vielmehr darauf hin, dass sich seine Linie nur wenige Millionen Jahre nach dem kreidezeitlichen Massenaussterben (vor etwa 65 Millionen Jahren) von der der anderen Vogelfamilien abtrennte. Mit dem Ergebnis, dass der Hoatzin beispielsweise immer noch Krallen an den Flügeln besitzt, die den Küken beim Klettern helfen. Oder dass der Blattfresser nicht erst seinen Magen, sondern schon seinen Kropf sowie die untere Speiseröhre für die Verdauung nutzt. So betrachtet könnte man den Amazonasbecken-Bewohner fast mit einer Kuh vergleichen. Apropos Säugetiere …

Artikelbild

GettyImages, Michel VIARD

Last but not least: Das Schnabeltier

Typisch für Säugetiere: Ein Fell, spezielle Gehörknöchelchen und das Säugen der Jungen mit Milch. Soweit so gut – aber das Legen von Eiern?! Für das wie der Schnabeligel zu den Kloakentieren gehörende Schnabeltier als spezialisierten Seitenzweig der Säugetiere eine vollkommen natürliche Fortpflanzungstaktik! Dabei haben die Eier mehr Ähnlichkeit mit denen von Reptilien als von Vögeln. Ansonsten lässt sich festhalten, dass die ältesten Schnabeltier-Fossilien-Spuren bis in die Kreidezeit zurückreichen. Bei den im Südosten Australiens entdeckten Gattungen Teinolophos und Steropodon handelt es sich aber trotz aller wahrscheinlich nahen Verwandtschaft zu heutigen Schnabeltieren nicht um diese selbst. Deren Spuren lassen sich nur etwa 100.000 Jahre zurückverfolgen. Was jedoch auch schon reicht, um als lebendes Fossil zu gelten.

Weitere Artikel auf wissenschaft.de

Footer Menu Main

Footer Menu Legal

Mehr aus Natur & Umwelt

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Natur & Umwelt.

Alle Natur & Umwelt-Artikel
NIH installiert Solar-Parkdach – Projekt zwischen Verwaltungswechsel und Klimapolitik
Natur & Umwelt

NIH installiert Solar-Parkdach – Projekt zwischen Verwaltungswechsel und Klimapolitik

15. Oktober 2026

Die US-Gesundheitsbehörde NIH hat Solarmodule über einem Hauptparkhaus installiert. Das vor der Trump-Amtszeit gestartete Projekt wirft Fragen über die Zukunft grüner Bundesinfrastruktur auf.

Sesame Street zeigt Löwen-Safari in Kenia: Edutainment für Naturschutz
Natur & Umwelt

Sesame Street zeigt Löwen-Safari in Kenia: Edutainment für Naturschutz

15. Oktober 2026

Elmo und Abby Cadabby lernen auf einer Safari-Fahrt durch Kenia, wie Löwinnen ihre Rudel führen. Das Format verbindet Kinderunterhaltung mit Wildlife-Bildung.

Schweizer Gletscher als Maßstab: Antarktis verliert 83-mal mehr Eis pro Jahr
Natur & Umwelt

Schweizer Gletscher als Maßstab: Antarktis verliert 83-mal mehr Eis pro Jahr

2. Oktober 2026

Schweizer Gletscher verlieren jährlich 2 Kubikkilometer Eis. Diese sichtbare Veränderung macht das Ausmaß der polaren Eisverluste greifbar: Die Antarktis verliert seit 2000 durchschnittlich 150 Gigatonnen pro Jahr.

Klimabewegung kämpft mit "Climate Hushing" – Selbstzensur bremst Fortschritt
Natur & Umwelt

Klimabewegung kämpft mit "Climate Hushing" – Selbstzensur bremst Fortschritt

29. September 2026

Klimawissenschaftlerin Katharine Hayhoe und Musiker Adam Met warnen vor interner Kritik innerhalb der Klimabewegung. Das Phänomen "Climate Hushing" führt dazu, dass Akteure ihre Botschaften aus Angst vor Anfeindungen…

← Zurück zu Natur & UmweltZur Startseite