Zyklone - Verheerende Wirbel
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Zyklone - Verheerende Wirbel

Bild: Foto: Dietmar Rabich, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Mit fast 300 Stundenkilometern ist „Pam“ in der Nacht zum 14. März 2015 über Vanuatu gefegt. Hinterlassen hat er zerstörte Häuser, kaputte Fischerboote, umgeknickte Bäume, vernichtete Ernten – und womöglich Hunderte Tote. Der Präsident des Inselstaates, Baldwin Lonsdale, nannte „Pam“ einen „Monstersturm“. Er hat den Notstand für sein Land ausgerufen. Doch wie groß das Ausmaß der Zerstörung tatsächlich ist, ist nach wie vor nur schwer zu überschauen. Denn zu vielen Inseln besteht nach der Katastrophe kaum Kontakt. Klar ist aber: „Pam“ ist der erste Zyklon der Kategorie 5, der seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Vanuatu registriert worden ist.

NASA-GSFC / Public Domain

Mit fast 300 Stundenkilometern ist „Pam“ in der Nacht zum 14. März 2015 über Vanuatu gefegt. Hinterlassen hat er zerstörte Häuser, kaputte Fischerboote, umgeknickte Bäume, vernichtete Ernten – und womöglich Hunderte Tote. Der Präsident des Inselstaates, Baldwin Lonsdale, nannte „Pam“ einen „Monstersturm“. Er hat den Notstand für sein Land ausgerufen. Doch wie groß das Ausmaß der Zerstörung tatsächlich ist, ist nach wie vor nur schwer zu überschauen. Denn zu vielen Inseln besteht nach der Katastrophe kaum Kontakt. Klar ist aber: „Pam“ ist der erste Zyklon der Kategorie 5, der seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Vanuatu registriert worden ist.

Tropische Wirbelstürme wie „Pam“ fegen jedes Jahr über den Indischen Ozean und den südlichen Pazifik – vor allem in den Sommermonaten. Dann brennt die Sonne, erhitzt das Meer und schafft so die Voraussetzung dafür, dass ein Zyklon entstehen kann. Wenn das Oberflächenwasser wärmer ist als 26° Celsius, verdunstet das Wasser und steigt als feuchte, warme Luft wie in einem Schornstein nach oben. Als Folge entsteht ein Tiefdruckgebiet, in das nun Luft aus allen Richtungen einwirbelt. Die sogenannte Corioliskraft, also die ablenkende Kraft der Erdrotation, bewirkt, dass die Luftströme um das Zentrum des Tiefs herumkreisen. Zu diesem Zweck muss die Corioliskraft jedoch groß genug sein. Deshalb können in unmittelbarer Äquatornähe keine Zyklone entstehen.

Stetig wachsender Strudel

Die feuchten Luftmassen werden in einem Strudel in die Höhe gezogen und kühlen dort ab. Dabei bildet sich Wasserdampf und Gewitterwolken entstehen. Nun beginnt eine gefährliche Kettenreaktion, die den Sturm zu einer enormen Größe heranwachsen lässt: Denn während die Unwetterwolken wachsen, wird erneut Wärme frei. Die Luftpakete steigen noch weiter nach oben. Von unten strömt wiederum Luft nach, die kreiselnd aufsteigt und neue Wolken bildet. Der Sturm verstärkt sich auf diese Weise immer wieder selbst, solange die nachströmende Luft warm und feucht ist. Er kann sich bei diesem Prozess leicht bis auf einige hundert Kilometer weit ausdehnen und wird zu einem riesigen Wirbel, in dessen Zentrum es jedoch nahezu windstill ist.

Über Land schwächen sich die tropischen Zyklone schnell ab. Ihnen fehlt dort der Energienachschub in Form von Wasserdampf. Trotzdem sind besonders Küstenregionen von Sturmschäden bedroht. Neben Verwüstungen durch die starken Winde, besteht auch Gefahr durch Flutwellen. Wenn die Wolken über Land abregnen, können die Wassermassen zudem Überschwemmungen verursachen.

Zyklon, Hurrikan oder Taifun?

Erst wenn ein tropischer Wirbelsturm Orkanstärke erreicht hat, sprechen Experten von einem Zyklon. Zyklone werden anhand einer Skala in Stärkekategorien von 1 (119 bis  153 km/h) bis 5 (schneller als 249 km/h) eingeteilt. Tropische Orkane von der Stärke eines Zyklons ziehen nicht nur regelmäßig über den Indischen Ozean und den südlichen Pazifik hinweg. Entstehen sie in anderen Regionen der Weltmeere, heißen sie jedoch anders: im westlichen Atlantik und östlichen Pazifik Hurrikan, im westlichen Pazifik Taifun. In Nordaustralien ist außerdem manchmal noch die Bezeichnung Willy-Willy gebräuchlich.

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