Die Seilbahn
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Die Seilbahn

Bild: Foto: Falk2, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Es gibt sie seit rund eintausend Jahren, ihr Anblick ist auch weiterhin ein echter „Hingucker“, und manch einen Benutzer hat sie fürs Leben bezaubert: die Seilbahn. Ursprünglich als eher robustes Transportgerät angelegt, um in freier Natur unwegsame Abschnitte überqueren zu können, glitzern ihre Gondeln unterdessen immer öfter in Metropolen, wo sie Touristen locken – sich aber auch als alternatives Verkehrsmittel empfehlen. Aspekte einer Erfindung, die vom Land in die Städte gewandert ist.

Es gibt sie seit rund eintausend Jahren, ihr Anblick ist auch weiterhin ein echter „Hingucker“, und manch einen Benutzer hat sie fürs Leben bezaubert: die Seilbahn. Ursprünglich als eher robustes Transportgerät angelegt, um in freier Natur unwegsame Abschnitte überqueren zu können, glitzern ihre Gondeln unterdessen immer öfter in Metropolen, wo sie Touristen locken – sich aber auch als alternatives Verkehrsmittel empfehlen. Aspekte einer Erfindung, die vom Land in die Städte gewandert ist.

Nicht alles was ein Kabel hat …

Wer sich mit der Seilbahn beschäftigt, der muss wissen: es gibt mehrere Unterarten. Ski- oder Schlepplifte, die Wintersportler einen Hang hinaufziehen, wobei deren Füße stets Bodenkontakt haben, gehören ebenso dazu wie die Standseilbahn, bei der die Kabine über ein Schienensystem gezogen wird. Doch die unbestrittene Königin ist natürlich die Luftseilbahn, bei der die Passagiere den Erdboden mehr oder minder weit unter sich lassen. Ihre bekannteste Form ist die Pendelbahn, bei der zwei Gondeln gegenläufig eingesetzt werden. Die Konstruktionsweise ist stets ähnlich: Die Kabinen laufen über eine Tragseilkonstruktion, die ausschließlich dazu dienen, die Gondel in der Luft zu halten. Der Antrieb geschieht über Zugseile, die von einem großen Elektromotor bewegt werden; dieser sitzt meist in der Bergstation. Oft wird noch ein drittes Seil zur Sicherung eingesetzt. Ein anderes Systeme ist die Gondelbahn, bei der mehrere Kabinen „in Reihe“ geschaltet und an einem ständig umlaufenden Seil transportiert werden, was sich immer dann empfiehlt, wenn es gilt, größere Menschenansammlungen zu befördern. Daneben gibt es noch die nicht für Personentransporte vorgesehene Materialseilbahn und den Sessellift.

Schweben – ein Menschheitstraum

Schon vor etwa eintausend Jahren existierten frühe Formen der Seilbahn in Japan; sie dienten dazu, Schluchten zu überwinden und bestanden aus geflochtenen Körben, die mit Muskelkraft bewegt wurden. Für Europa werden ab dem 15. Jahrhundert entsprechende Einrichtungen erwähnt; doch es bedurfte der Dampfmaschine (1712, verbessert 1769) und des Stahlseils (1834), um nennenswerte Fortschritte zu machen. Die erste alpine Luftseilbahn für den Personentransport in Mitteleuropa war die Kohlerer Bahn in Südtirol, die 1908 in Betrieb ging und bis heute fortgeführt wird. Seilbahnen dienen keineswegs immer dazu, Höhenunterschiede zu überwinden – sie können auch Buchten, Flüsse oder Straßen überbrücken. In dieser Eigenschaft sind sie nicht selten in Großstädten anzutreffen, die mehr und mehr auf dieses ausgesprochen praktische Konzept setzen. Schließlich brauchen die Stützpfeiler und Stationen der Bahnen wenig Platz. Der automatisierte Betrieb erfolgt kostengünstig, ist dank Elektrobetrieb ausgesprochen ökologisch und zudem wenig unfallträchtig. Allerdings lassen sich keine großen Menschenströme auf diese Weise transportieren – die Seilbahn wird also nicht in Konkurrenz zu Bussen und Bahnen treten können. Dafür beeindrucken die schwebenden Luftbrücken mit urbanem Flair, einzigartigen Aussichten und großer Anziehungskraft auf Touristen. Es gibt also gute Gründe, auch weiterhin auf sie zu setzen – und sich mit leichter Hand zu seinem Ziel bringen zu lassen.

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