Tornados in Europa:
Im Sommer 1968 verwüstete ein Tornado ganze Straßenzüge der Stadt Pforzheim. Er kam aus Richtung Oberrheinebene und löste sich schließlich bei Vaihingen auf. Tornados sind keine Besonderheit Nordamerikas. Sie treten dort nur sehr zahlreich auf. Es gibt sie fast überall auf der Welt. Am 2. September 1994 wütete ein Tornado in Spanien und am 12. September tobte ein Tornado zwei Minuten über dem Dorf Riepe in Niedersachsen. In der Mehrzahl jedoch treten Tornados in Mitteleuropa nur im Miniaturformat als so genannte Kleintromben (Windhosen) auf. Nur selten erreichen sie die Gewalt ihrer amerikanischen Verwandten. Der Tornado von Pforzheim entstand am Abend des 10. Juli 1968. Er bildete sich im Frontbereich zwischen subtropischer Warmluft und kühler Meeresluft. Auf einer Breite von 200-600 m warf er in den Ausläufern des Schwarzwaldes Bäume um, riss Hochspannungsmasten nieder, erreichte Pforzheim und beschädigte dort insgesamt über 1000 Gebäude. Drei Todesopfer waren zu beklagen; der Schaden belief sich auf mehr als 100 Millionen Mark.




